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Kolumne von Marc Bator - Rauf aufs Rad!

Nachrichtenmoderator Marc Bator ist begeisterter Radsportler. Der ehemalige Präsident des Hamburger Radsport-Verbands, der Radsport als alte und neue Liebe seines Lebens bezeichnet, beleuchtet in seiner wöchentlichen Kolumne am Freitag wichtige Aspekte dieses hervorragenden Gesundheitssports.

Von Freude, Glück und tiefer Entspannung auf dem Rad.

In meinem Beruf als Nachrichtenmoderator geht es mir wohl genauso wie Ihnen. Ich rede viel, ich sitze viel, und ich bewege mich oft viel zu wenig.

 

Zwischendurch aber finde ich Zeit, mich in Gedanken einige Dutzend Straßen weiter zu träumen. Dann sitze ich auf dem Sattel meines Renners, rolle auf schmalen Reifen durch Großstadt und Umland.

 

Solange ich denken kann, liebe ich es, Rad zu fahren. Als kleiner Junge auf meinem giftgrünen Kinderrad, später hatte ich eines der ersten Mountainbikes und mit Mitte zwanzig auch ein eigenes Rennrad. So spät, werden Sie vielleicht fragen? Warum, erzähle ich Ihnen gleich.

 

In meiner TK-Kolumne möchte ich Ihnen von meiner Leidenschaft für den Radsport berichten. Eine Leidenschaft, die mich seit Jahrzehnten durchs Leben trägt. Eine Leidenschaft, der ich nicht durchweg nachgehen konnte. Mein Beruf, meine Familie - es gab und gibt auch heute noch viele Gründe, warum der Renner auch mehrere Tage am Stück im Keller hängen muss.

 

Dem Alltagsstress davonfahren

Radfahren hat mir in den vergangenen Jahren so viel gegeben. Ich bin dem Alltagsstress davon gefahren, konnte während unzähliger Pedalumdrehungen auch einige Probleme lösen, die mein Leben belastet haben. Vor allem aber hält mich der Radsport fit, unfassbar fit. Und ich habe weniger Gewichtsprobleme. Ich habe nämlich noch eine zweite Leidenschaft. Ich esse für mein Leben gern. Mir fällt es schwer, an einer Tüte Gummibären vorbeizugehen. Und ein frisches Bier schmeckt mir meist besser als eine Apfelschorle.

 

In dieser wöchentlichen Kolumne will ich Sie näher an den Radsport bringen. Ihnen unterhaltend auf den Weg geben, wie Sie diese Leidenschaft für sich entdecken oder, wenn Sie sich auf dem Rad bereits fithalten: wie Sie mit einfachen Mitteln Ihre Leidenschaft vergrößern. Sie brauchen dazu kein Rad für sechstausend Euro. Auch nicht für die Hälfte oder knapp darunter. Starten Sie mit dem Rad, das Sie zu Hause nutzen. Und wenn Sie auch so viel Freude am Radsport - am fit halten auf dem Rad - entwickeln, kaufen Sie sich möglicherweise schon bald eine eigene Rennmaschine.

 

Einfach Spaß haben

Eines noch: ich werde Sie hier nicht dazu nötigen Rennen zu fahren, Sie müssen in keinen Verein eintreten und auch nicht auf einen Radmarathon trainieren, Sie sollen Spaß haben. Mehr nicht. Alles Weitere entsteht danach von selbst. Und: Sie werden in diese Kolumne auch viele interessante Menschen aus dem Radsport kennen lernen, die Ihnen helfen und Anstoß geben.

 

Was macht Radsport so besonders?

Dass Sie aus eigener Muskelkraft auf zwei Reifen hohe Geschwindigkeiten dauerhaft fahren können. Einmal in Tritt und Form gekommen, wollen die meisten nur noch fahren, fahren, fahren.

 

Wenn ich mal einen Tag lang Zeit habe, nach Stunden erschöpft vom Sattel rutsche, bin ich so glücklich, als hätte ich auf den Champs-Elysees in Paris das Gelbe Trikot übergestreift bekommen.

 

Radfahren ist einfach mein Sport, schon von Kindesbeinen an. Es war für mich nur logisch, dass ich irgendwann auch im Verein fahren wollte, um gemeinsam mit anderen zu trainieren und Rennen zu bestreiten. Leider hatte ich die Rechnung ohne meine Mutter gemacht. "Zu gefährlich", sagte sie, und so musste ich mich weiter auf die Rennstrecken träumen. Später fuhr ich dann. Bei Jedermann-Rennen, mit starker Konkurrenz. Beruf, Familie und der berühmte Schweinhund zogen mich über den Lenker. Ich geriet außer Form. In doppelter Hinsicht, die Leistungsfähigkeit ging runter, das Gewicht hoch.

 

Marc BatorErst vor ein paar Jahren habe ich die alte Liebe wiederentdeckt, dafür umso intensiver. Heute hängen im Keller sechs Rennräder, nicht für einzelne Wochentage, sondern für jeden Bedarf. Ich fahre Rennen, bin einem Verein beigetreten, habe sogar eine Lizenz gelöst, mit der ich bei Amateur-Rennen starten darf. Angefangen habe ich bei null.

 

Im Fernsehen durfte ich bei Profi-Rennen mitkommentieren und nebenbei manage ich auch das U19-Bundesliga Team im Radsport-Verband Hamburg, welches von der TK unterstützt wird… Trotz allem Enthusiasmus. Wie gesagt, leider schaffe ich es nicht immer, selbst aufs Rad zu steigen, mich fit zu halten… Dann zehre ich von meinen Tagträumen.

 

Ich freue mich auf Sie

Dass Sie auch mit einem Trekking- oder Tourenrad Spaß haben können, habe ich schon geschrieben. Auch das Rennen gegen Ihren inneren Schweinehund können Sie ganz leicht gewinnen, das garantiere ich Ihnen!

 

Also, ich freue mich auf Sie. Und ich freue mich schon heute auf Ihre Antworten, auf Ihre Geschichten vom Radfahren. Und wer weiß, vielleicht rollen wir im kommenden Jahr sogar gemeinsam?!

Erstellt am 22.08.2014

Autor und Quellen

Autor: Marc Bator

Quelle: Fotos: Thorsten Jander

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