Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Eigentlich ist es uns ja klar, was gesund leben heißt. Weniger Fleisch, mehr Gemüse, ausreichend Bewegung und Entspannung oder weniger Rauchen, zum Beispiel. Ab und zu finden wir sogar, dass wir es wirklich einmal angehen sollten. Aber dann doch lieber erst im nächsten Jahr. Oder nach dem nächsten Wochenende. Oder wenn die Zigaretten aufgeraucht sind. Dringender wird es, wenn wir plötzlich von Rückenschmerzen geplagt sind oder entsetzt feststellen, dass die Lieblingsjacke über dem Bauch spannt. Dann kann es sogar sein, dass wir den Schwung gewinnen, tatsächlich mit dem gesünderen Leben anzufangen. Weil wir ein Ziel haben, das wir erreichen wollen. 

Geht es Ihnen auch so? Und wollen Sie jetzt tatsächlich loslegen und etwas anders machen als bisher? Dann starten Sie am besten damit, dass Sie ernsthaft abwägen, warum Sie das wollen. Was bringt Ihnen das? Und was wird es sie kosten - zum Beispiel an Zeit, Überwindung oder Anstrengung? Wird Ihr Nutzen größer sein als Ihre Kosten? Wenn Sie darauf eine befriedigende Antwort finden, beginnen Sie, sich selbst zu motivieren.

Der innere Dialog

Hören Sie sich einmal selbst zu, mit welchen Argumenten Sie Ratschlägen zur Gesundheit innerlich begegnen. Vielleicht sagen Sie sich: Ich hab einfach keine Lust, so viel Obst und Gemüse. Schließlich bin ich ein Mann. Oder: Ich
schaffe es sowieso nicht, mit dem Rauchen aufzuhören. Onkel Hubert hat zwei Schachteln am Tag geraucht und ist 94 Jahre alt geworden. Also, was soll´s? Oder: Was? Treppen steigen, wo der Fahrstuhl gleich daneben ist? Nein! Das ist mir einfach zu anstrengend. Mit solchen Argumenten  sorgen Sie dafür, dass alles beim Alten bleibt. 

Am inneren Dialog liegt es, ob wir uns verändern wollen oder nicht.

Viele finden Argumente für ein gesünderes Leben erst, wenn ein äußerer Anlass sie dazu bringt. Zum Beispiel, weil sie krank werden, das Lieblingskleid vom letzten Sommer nicht mehr passt oder mittlerweile alle Freunde Sport treiben. Dann verändern sie auch den inneren Dialog. Statt der Nachteile stellen sie den Nutzen der gesunden Lebensweise in den Vordergrund. Zum Beispiel: Wenn ich in der Kantine Salat statt Currywurst esse, werde ich schlanker. Wenn ich mich mehr bewege, werde ich mich hinterher besser fühlen. Wenn meine Freunde jetzt alle zum Sport gehen, schaffe ich das auch. 

Pro und Kontra

Angenommen, Sie möchten sich mehr bewegen. Vielleicht haben Sie schon überlegt, in einen Sportverein einzutreten. Sie wissen, dass Sie durch mehr Bewegung langfristig gesünder und schlanker bleiben. Sie haben auch gehört, dass sich Ihre Laune verbessern wird, Sie Stress abbauen und sogar viel Spaß haben können.

Andererseits: Sie haben beruflich oder privat viel zu tun. Einen oder zwei feste Termine in  der Woche für Sport zu reservieren, ist erst einmal ein Problem. Sie wissen auch nicht, ob Ihnen die Leute im Sportverein oder Fitnessstudio zusagen werden. Und ob Sie die Schweißgerüche aushalten werden. 

Für jeden, der ein Ziel anstrebt, gilt es zu erkennen: Ist das wirklich mein Weg? Ein plattes "Man muss es nur wollen!" ist sinnlos.Prof. Hans-Dieter Hermann, Sportpsychologe

Argumente sammeln

Sammeln Sie alle Argumente, die für Ihr Vorhaben sprechen. Führen Sie auch Ihre Gegenargumente ehrlich auf. Denn das sind die schärfsten Widersacher Ihrer Motivation. Nur wenn Sie sie kennen, können Sie auch  dagegenhalten. Wer systematisch an diese Phase herangehen möchte, schreibt eine Pro- und Kontra-Liste.

Informationen suchen

Vielleicht brauchen Sie erst einmal mehr Informationen. Über Vereine, Sportarten oder darüber, was für Sie gesundheitlich das Beste wäre. Machen Sie sich schlau, indem Sie mit anderen sprechen, Ihren Arzt fragen oder im Internet nachsehen. 

Offen für neue Ideen

Ihre Gegenargumente können Sie auch zu ganz anderen Ideen führen. Vielleicht bringt Sie Ihre Abneigung gegen die Umkleideräume auf die Idee, sich lieber ein Rad zuzulegen und damit zur Arbeit zu fahren, statt in den Sportverein einzutreten. Wenn das ein guter Weg ist, Ihr Ziel zu erreichen, warum nicht? Wägen Sie die Vor- und Nachteile ab. 

Der Effekt: Sie kreisen Ihr Vorhaben immer weiter ein. Und wissen schließlich, was Sie wollen und warum. Was Sie jetzt noch brauchen, um durchstarten zu können, ist der Glaube daran, dass Sie es auch schaffen können. Dieses Vertrauen in sich selbst nennen die Psychologen "Selbstwirksamkeit". Wer sich zutraut, eine Herausforderung zu bewältigen, der wird auch eher damit beginnen.