Fragen und Antworten zur Dividende

Was muss ich bei der Scheckeinreichung beachten? Muss die Dividende versteuert werden? Werden offene Forderungen verrechnet? Lesen Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Fragen und Antworten zum Scheck

Wie löse ich meinen Scheck ein?

Reichen Sie Ihren Verrechnungsscheck bei Ihrer Bank oder Sparkasse ein. Er wird dann auf ein Girokonto eingelöst. Halten Sie dafür Kontonummer und Bankleitzahl beziehungsweise IBAN und BIC bereit. Gegebenenfalls benötigen Sie ein spezielles Formular (Scheckeinreichungsliste). Ihr Geldinstitut kann Ihnen dazu nähere Auskünfte geben.

Bis wann kann ich den Scheck einreichen?

Ab Ausstellungsdatum haben Sie ein Jahr Zeit, den Scheck bei Ihrer Bank oder Sparkasse einzureichen.

Ist die Einlösung des Schecks mit Kosten verbunden?

Bei den meisten inländischen Banken ist eine Scheckeinlösung kostenfrei. Das genaue Verfahren sowie eventuelle Gebühren können Sie bei Ihrer Bank erfragen.

Wie löse ich den Scheck bei einer Direktbank ein?

In der Regel senden Sie den Scheck per Post an Ihre Bank. Bei einigen Banken benötigen Sie ein spezielles Formular (Scheckeinreichungsliste), das gemeinsam mit dem Scheck eingeschickt werden muss. Dieses kann bei den meisten Direktbanken von der Internetseite heruntergeladen werden. Einzelheiten zur Scheckeinlösung erfahren Sie von Ihrem Geldinstitut.

Kann ich den Scheck auch bei einer Fremdbank einlösen?

Nein, dies ist nicht möglich. Der Scheck kann nur bei einer Bank eingelöst werden, bei der Sie auch ein Girokonto zur Verrechnung haben.

Ich bin zurzeit erkrankt. Kann auch jemand anderes den Scheck für mich einlösen?

Grundsätzlich steht im Adressfeld des Schecks der Name des Versicherten. Jedoch kann der Scheck auch durch Dritte eingereicht werden. Der Scheck hat lediglich die Bedingung, dass er verrechnet werden muss, also auf ein Girokonto eingelöst wird.

Kann ich den Scheckbetrag auch auf ein anderes als mein eigenes Konto einlösen?

Ja, der Scheck muss lediglich verrechnet werden. Sie können ihn grundsätzlich auf jedes Girokonto einlösen.

Kann ich den Scheck auch zu Gunsten eines ausländischen Kontos einlösen?

Der Scheck kann auch im Ausland eingereicht werden. In der Regel sind dafür besondere Formulare für Auslandsschecks erforderlich, die von der ausländischen Bank ausgegeben werden. Es können höhere Kosten entstehen, als wenn der Scheck im Inland eingereicht wird.

Weshalb kommt der Scheck von der SEB AG?

Die SEB AG verfügt über das größte Know-How bei der Abwicklung von Scheckzahlungen in der gesetzlichen Krankenversicherung. Für die erforderliche Kontodeckung sorgt die TK permanent.

 

Die SEB AG ist eine Tochtergesellschaft einer der größten schwedischen Banken, Skandinaviska Enskilda Banken (SEB), und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Seit dem Verkauf des Privatkundengeschäfts im Jahr 2011 ist die SEB AG vor allem im Firmenkundengeschäft aktiv.

 

Werden offene Forderungen der TK mit der Dividende verrechnet?

Offene Rückforderungen von Leistungen oder Zuzahlungen, deren Fälligkeit mehr als acht Wochen zurückliegt, werden mit der Dividende aufgerechnet. Daher erhalten Sie gegebenenfalls die Dividende nicht in voller Höhe.

Anders verhält es sich bei Beitragsrückständen. In diesem Fall besteht grundsätzlich kein Anspruch auf die TK-Dividende. Das heißt, offene Beitragsforderungen können nicht mit der TK-Dividende verrechnet werden.

Muss die TK-Dividende versteuert werden?

Ja, indirekt. Ihre gezahlten Krankenversicherungsbeiträge können Sie in der Steuererklärung 2014 in der Anlage "Vorsorgeaufwand" steuermindernd geltend machen. In der gleichen Anlage ist auch die Höhe der erhaltenen TK-Dividende anzugeben. Steuerrechtlich gelten die TK-Dividendenzahlungen als zurückgezahlte Beiträge. Unter dem Strich wird Ihr Finanzamt die Höhe der gezahlten TK-Dividende von der Höhe Ihrer gezahlten Krankenversicherungsbeiträge abziehen.

Was muss ich bei der Steuererklärung beachten?

Steuerrechtlich ist es entscheidend, wann Sie den Scheck erhalten haben. Da alle Schecks - sowohl für die Dividende 2013 als auch für 2014 - im Jahr 2014 zugestellt wurden, ist die Dividendenzahlung für das Steuerjahr 2014 zu berücksichtigen. Die TK-Dividende ist in der Anlage Vorsorgeaufwand einzutragen.

 

Arbeitnehmer

Wenn Sie im Steuerjahr mit Anspruch auf Krankengeld versichert waren, tragen Sie die Summe bitte in die Zeile 16 ein. Waren Sie ohne Anspruch auf Krankengeld versichert, muss die Dividende in die Zeilen 16 und 17 eingetragen werden.

 

Rentner und freiwillig Versicherte

Wenn Sie im Steuerjahr ohne Anspruch auf Krankengeld versichert waren, tragen Sie die Summe bitte in die Zeile 22 ein. Waren Sie 2014 mit Krankengeldanspruch versichert, muss die TK-Dividende in die Zeilen 22 und 23 eingetragen werden.

 

 

Dividendenanspruch

Wer hat die TK-Dividende bekommen?

  • Die TK-Dividende erhielten alle beitragszahlenden Mitglieder, die selbst einen Teil der Beiträge aufbringen müssen. Wenn Sie zum Beispiel als Azubi bis zu 325 Euro pro Monat verdienen, übernimmt der Arbeitgeber die Krankenversicherungsbeiträge komplett. In diesem Fall haben Sie die TK-Dividende nicht bekommen.
  • Beitragsfrei familienversicherte Angehörige und TK-Mitglieder, bei denen Dritte die Beiträge vollständig übernehmen, zum Beispiel Empfänger von Arbeitslosengeld I und II, erhielten die TK-Dividende nicht. Das gilt natürlich nur für die Kalendermonate, in denen die Beiträge vollständig von Dritten getragen wurden.
  • Arbeitgeber hatten keinen Anspruch auf die TK-Dividende. Denn sie brauchen sich umgekehrt nach dem Gesetz auch nicht an Zusatzbeiträgen zu beteiligen.
  • Bei einem Beitragsrückstand bestand jedoch kein Anspruch auf die TK-Dividende; sie konnte also nicht mit Beitragsforderungen verrechnet werden.

Wie hoch war die Dividende?

2014

Für das Jahr 2014 hat die TK eine Dividende in Höhe von 80 Euro ausgeschüttet. Wer spätestens zum 1. Dezember 2014 TK-Mitglied geworden ist, erhielt die Dividende Dezember 2014 als Verrechnungsscheck per Post. Wer bereits am 1. Januar 2014 beitragszahlendes Mitglied der TK war, bekam 80 Euro Dividende bereits mit der Auszahlung im Februar und März 2014.

 

2013

Die TK-Dividende 2013 betrug bis zu 80 Euro: Jeweils zehn Euro für jeden Monat, den Sie von Mai bis Dezember 2013 beitragszahlendes Mitglied bei der TK waren. Wer beispielsweise zum 1. August 2013 TK-Mitglied geworden ist, bekam 50 Euro Dividende für 2013. Mitglieder, die Beiträge im gesamten Zeitraum von Mai bis Dezember 2013 gezahlt haben, bekamen für 2013 die volle Dividende in Höhe von 80 Euro ausgezahlt.

 

 

Allgemeines

Warum hat die TK eine Dividende gezahlt?

Die TK ist leistungsstark, innovativ und finanzkräftig. Ihre Rücklagen konnte sie 2013 bis zur gesetzlich zulässigen Grenze auffüllen. Darüber hinausgehende Überschüsse hat die TK in Form einer Prämie zurückgegeben. Dazu war sie gesetzlich verpflichtet, denn aufgrund des einheitlichen Beitragssatzes im Zeitraum von 2009 bis 2014 konnte die TK nicht ihren Beitragssatz senken. Daher hat die TK mit der TK-Dividende die Mitglieder, die ihre Beiträge ganz oder anteilig selbst zahlen, am Unternehmenserfolg beteiligt.

Warum gibt es 2015 keine TK-Dividende?

Mit der Beitragsreform 2015 hat der Gesetzgeber die Möglichkeit abgeschafft, bei Überschüssen eine Prämie auszuzahlen. Die Kassen können jedoch ihre Beitragssätze teilweise wieder selbst bestimmen. Die TK hat daher zum 1. Januar 2015 ihren allgemeinen Gesamtbeitragssatz auf 15,4 Prozent gesenkt.

Warum hat die TK nicht das Leistungsangebot ausgeweitet?

Die TK hat ihre gute finanzielle Entwicklung bereits genutzt und ihr Leistungsangebot für die Versicherten um zusätzliche Satzungsleistungen erweitert. Beispiele hierfür sind die sportmedizinische Untersuchung und die Kostenerstattung für alternative Arzneimittel.

 

Jede Ausweitung des Leistungsangebots bedeutet aber auch immer zusätzliche Kosten in den Folgejahren. Da wir die künftige wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung nicht voraussehen können, hat die TK die Überschüsse lieber als TK-Dividende an ihre Kunden zurückgegeben.

Ist die TK-Dividende zweckgebunden?

Nein, als TK-Mitglied können Sie über Ihre TK-Dividende frei verfügen.

 

Sie können sie zum Beispiel für Ihre ganz individuelle Auswahl von Gesundheitsangeboten nutzen - für ein neues Paar Laufschuhe, für eine professionelle Zahnreinigung oder Ihr ganz persönliches Wellness-Angebot.

Warum wurde die TK-Dividende 2013 erst 2014 ausgeschüttet?

Die TK-Dividende für das Jahr 2013 wurde je Monat im Zeitraum von Mai bis Dezember berechnet. Da sich bis zum Jahresende Versicherungsverhältnisse verändern konnten, war eine frühere Auszahlung nicht möglich.

 

Für die Dividende 2014 galten dagegen zwei verschiedene Stichtage für die Auszahlung der 80 Euro:

  1. Wer am 1. Januar 2014 beitragszahlendes TK-Mitglied war, erhielt die Dividende bereits in der ersten Auszahlungswelle im Zeitraum von Anfang Februar bis Ende März 2014.
  2. Wer spätestens zum 1. Dezember 2014 beitragszahlendes TK-Mitglied geworden ist, bekam ebenfalls die volle Dividende in Höhe von 80 Euro, allerdings erst mit der zweiten Auszahlung im Dezember 2014.

 

Erstellt am 13.09.2013,

Zuletzt aktualisiert / Aktualität geprüft am 23.02.2015

Autor und Quellen

Autor: TK

Quelle: TK

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